Die kurze Antwort
- Wenige Tage
- Einige Wochen
- Mehrere Monate
Eine feste Zahl, die für jede Webseite gilt, gibt es nicht. Als grober Richtwert reicht die Spanne von wenigen Tagen für eine einfache Seite aus dem Baukasten bis zu einigen Wochen für eine eigens programmierte Webseite. Große Vorhaben mit vielen Funktionen und Anbindungen können auch mehrere Monate brauchen. Wo Ihr Vorhaben in dieser Spanne landet, entscheiden vor allem Bauweise, Umfang, Funktionen und Ablauf.

Die vier Bauweisen
- Baukasten
- Redaktionssystem
- Programmiert
Die Bauweise legt den Rahmen für die Entwicklungszeit fest. Vier sind üblich, jede mit eigenem Tempo.
- Mit einem BaukastenSie setzen die Seite selbst aus fertigen Bausteinen eines Anbieters zusammen. Liegen Texte und Bilder bereit, steht eine einfache Seite oft nach wenigen Tagen, dafür bleiben Aufbau und Funktionen im Rahmen des Anbieters.
- Redaktionssystem mit VorlageEin Redaktionssystem, etwa WordPress, macht Inhalte ohne Fachwissen pflegbar, und die Vorlage bringt den Aufbau der Seiten schon mit. Die Dauer hängt vor allem davon ab, wie stark die Vorlage angepasst und erweitert wird.
- Statisch programmiertDie Seite wird eigens programmiert und besteht am Ende aus fertigen Dateien ohne Datenbank. Weil keine fertige Vorlage zugrunde liegt, rechnen Sie als Richtwert eher mit Wochen als mit Tagen, und Änderungen laufen später meist über den, der sie gebaut hat.
- Programmiert mit RedaktionssystemAuch hier wird eigens programmiert, dazu kommt ein Redaktionssystem, über das Sie Texte und Bilder selbst ändern. Diese Oberfläche einzurichten und festzulegen, was Sie selbst pflegen, braucht zusätzliche Zeit.
Wer selten etwas ändert, braucht oft keine eigene Pflegeoberfläche. Wer regelmäßig Neues veröffentlicht, plant sie besser von Anfang an ein, statt sie später nachzurüsten.

Wie viele Seiten
- Einseitig
- Mehrseitig
- Eigene Vorlagen
Neben der Bauweise zählt der Umfang. Eine einseitige Webseite zeigt alle Inhalte untereinander, etwa Leistungen, Vorstellung und Kontakt, und ist meist schneller fertig, weil nur eine Seite aufgebaut, gefüllt und geprüft wird.
Eine mehrseitige Webseite verteilt die Inhalte auf Unterseiten, etwa eine je Leistung. Sie braucht ein Menü, Verweise zwischen den Seiten und oft mehrere Seitenvorlagen. Als Faustregel kostet jede neue Art von Seite mehr Zeit als eine weitere Seite derselben Art, weil sie eine eigene Vorlage braucht.

Besondere Funktionen
- Formulare
- Terminbuchung
- Mehrsprachig
Alles, was über reine Inhaltsseiten hinausgeht, will eingerichtet, angebunden und geprüft werden. Typisch sind vier Arten.
- Formulare und AnfragenEin Formular muss Eingaben prüfen, zuverlässig per Mail zustellen und vor automatisch erzeugten Einträgen geschützt sein. Je mehr Felder oder Anhänge, desto länger dauern Bau und Test.
- Termine online buchenEine Terminbuchung wird entweder über einen fertigen Dienst eingebunden oder eigens programmiert. Das Einbinden geht meist deutlich schneller, eine eigene Lösung lässt sich dafür genauer anpassen.
- Mehrere SprachenJede Sprache braucht eigene Fassungen aller Texte, eine Umschaltung und meist eigene Adressen je Seite. Von Anfang an eingeplant, ist das weniger Aufwand als ein späterer Umbau.
- Anbindungen an ProgrammeTauscht die Webseite Daten mit anderen Programmen aus, etwa mit einem Kalender oder einem Zahlungsdienst, muss jede Schnittstelle eingerichtet und getestet werden. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie gut das andere Programm dafür vorbereitet ist.
Der Weg zum Start
- Planung
- Umsetzung
- Veröffentlichung
Fast jede neue Webseite durchläuft dieselben vier Schritte. Weil jeder auf dem vorigen aufbaut, verschiebt eine Verzögerung am Anfang alles Weitere.
- Planung und AufbauAm Anfang stehen die Liste der Seiten, die nötigen Funktionen und die Wahl der Bauweise. Je genauer das festliegt, desto weniger wird später umgebaut.
- Umsetzung und InhalteDanach wird die Seite gebaut, und Texte und Bilder werden eingepflegt. Fehlende Inhalte halten an dieser Stelle oft länger auf als die Technik.
- Gründlicher TestGeprüft wird, ob jede Seite auf dem Desktop und auf Mobile richtig dargestellt wird, ob Formulare und Verweise funktionieren und ob Pflichtseiten wie das Impressum erreichbar sind.
- Die VeröffentlichungZum Schluss wird die Seite auf den Server übertragen und mit Ihrer Domain, also Ihrer Adresse im Netz, verbunden. Bis die neue Zuordnung überall angekommen ist, vergehen als Richtwert einige Stunden, selten auch länger.

Der technische Umzug
- Weiterleitungen
- Inhalte übernehmen
- Ohne Pause
Ersetzt die neue Webseite eine bestehende, kommen technische Schritte hinzu, die für Besucher unsichtbar sind und deshalb im Zeitplan leicht fehlen. Vier davon gehören fast immer dazu.
- Alte Adressen umleitenJede bisherige Adresse sollte per Weiterleitung auf die passende neue Seite zeigen, damit Lesezeichen und Verweise von anderen Seiten weiter funktionieren und Google die neue Seite der alten zuordnet. Dafür wird vorab eine Liste aller alten Adressen angelegt.
- Inhalte übernehmenTexte, Bilder und Dokumente, die bleiben sollen, werden übernommen. Aus einem anderen System geht das nicht immer automatisch, dann wird teils von Hand eingepflegt.
- Domain umziehenZieht auch die Domain zu einem anderen Anbieter um, dauert das je nach Endung als Richtwert wenige Stunden bis einige Tage. Postfächer unter derselben Domain müssen dabei mit umgestellt werden, damit keine Mail verloren geht.
- Umstellen ohne PauseDie neue Seite wird unter einer Testadresse fertiggestellt, während die alte online bleibt. Umgestellt wird erst, wenn alles geprüft ist.

Realistisch planen
- Schriftlicher Ablauf
- Inhalte bereit
- Eine Person
Für eine realistische Einschätzung zählen Sie zusammen: Bauweise, Seitenzahl, Funktionen, einen möglichen Umzug und die Zeit für Inhalte und Freigaben. Ein Termin, der nur das Programmieren abdeckt, lässt genau diese Wartezeiten außen vor. Lassen Sie sich den Ablauf deshalb in Schritten schriftlich nennen, samt der Stellen, an denen Ihre Rückmeldung gebraucht wird.
- Inhalte früh bereitlegenLogo, Fotos und Stichpunkte zu Ihren Leistungen sollten vor der Umsetzung vorliegen. Was dazugehört, steht im Beitrag Was eine neue Webseite braucht.
- Klein anfangenPlanen Sie für den Start nur, was dafür nötig ist, und ergänzen Sie weitere Seiten und Funktionen danach.
- Eine Person entscheidetEine Person gibt Entwürfe frei und bündelt die Anmerkungen je Runde. Das erspart Schleifen mit widersprüchlichen Wünschen.
- Puffer einplanenHängt der Start an einem festen Datum, planen Sie Puffer ein, damit Test und Umstellung nicht auf den letzten Tag fallen.



