Zuerst das Ziel
- Klares Ziel
- Ihre Kunden
- Gewünschte Wirkung
Bevor es um Farben oder Schriften geht, sollte feststehen, was die Webseite für Ihren Betrieb leisten soll. Soll sie Anfragen bringen, Termine füllen, Bewerbungen auslösen oder vor allem informieren? Aus dieser Antwort ergibt sich, was auf der Seite den meisten Raum bekommt, was ganz oben steht und welcher Knopf am stärksten auffällt.
Genauso wichtig ist die Frage, wer die Seite besucht. Eine Gestaltung für junge Familien sieht anders aus als eine für Einkäufer in Betrieben, auch wenn die Leistung ähnlich ist. Notieren Sie deshalb, wer Ihre Kunden sind, was sie bei Ihnen suchen und welchen Eindruck die Seite bei ihnen hinterlassen soll, etwa bodenständig, hochwertig oder modern.
Farben und Schriften
- Logo
- Farben
- Schriften
Logo, Farben und Schriften bilden das Erscheinungsbild Ihres Betriebs. Die Webseite greift auf, was Kunden schon von Schild, Fahrzeug oder Briefpapier kennen, damit sie Ihren Betrieb wiedererkennen.
- Das LogoLiefern Sie es in einem Format, das sich ohne Verlust vergrößern lässt, etwa als SVG. Gibt es eine Fassung für hellen und eine für dunklen Grund, gehören beide dazu.
- Die FarbenNennen Sie die genauen Farbwerte, falls es sie gibt, etwa aus einem Gestaltungshandbuch. Gibt es nur Druckfarben, lassen sich passende Werte für den Bildschirm daraus ableiten.
- Die SchriftenNutzt Ihr Betrieb eine feste Hausschrift, nennen Sie ihren Namen und klären Sie, ob ihre Lizenz auch die Webseite abdeckt. Gibt es keine, wird eine gut lesbare Schrift gewählt, die zum Logo passt.
Fehlen Logo und Farben ganz, ist ihre Gestaltung ein eigener Schritt vor der Webseite. Wird er übersprungen, entsteht die Webseite auf einem Fundament, das sich kurz darauf wieder ändert.
Eigene Bilder
- Volle Größe
- Helle Fotos
- Beide Formate
Bilder prägen den Eindruck einer Webseite oft stärker als Farben und Schriften. Fotos von Ihrem Team, Ihren Räumen und Ihrer Arbeit zeigen Ihren Betrieb so, wie Kunden ihn erleben. Beliebige Symbolbilder, etwa ein Händedruck oder lächelnde Menschen am Besprechungstisch, passen zu jedem Betrieb und sagen deshalb nichts über Ihren.
- Volle GrößeLiefern Sie die Fotos so, wie Kamera oder Telefon sie aufgenommen haben. Über Nachrichtendienste verschickte Bilder sind oft verkleinert und wirken auf großen Bildschirmen unscharf.
- Hell und scharfDie Fotos müssen nicht perfekt sein, aber hell, scharf und ohne Unordnung im Hintergrund. Tageslicht ist dafür oft besser als ein Blitz.
- Quer und hochAuf dem Desktop erscheinen Bilder oft breit, auf Mobile eher schmal und hoch. Fotos mit etwas Raum um das Motiv lassen sich für beide Ansichten zuschneiden.
Fehlen gute eigene Fotos, planen Sie einen Fototermin ein, am besten bevor die Gestaltung beginnt. Dann arbeitet der Entwurf von Anfang an mit den echten Bildern statt mit Platzhaltern.
Text und Gestaltung
- Echte Texte
- Klare Fakten
- Kundenfragen
Texte sind kein Füllstoff, der nachträglich in eine fertige Gestaltung kommt. Eine Überschrift mit drei Wörtern braucht anderen Raum als eine mit zwölf, und ein langer Absatz verändert, wie ruhig oder voll eine Seite wirkt. Eine Gestaltung, die mit echten Texten entsteht, passt deshalb besser als eine, die mit Blindtext entworfen wurde.
Notieren Sie deshalb früh, was Sie anbieten, für wen, in welchem Gebiet und wie man Sie erreicht. Schreibt jemand anderes die Texte, genügen Stichpunkte, solange die Fakten stimmen. Sammeln Sie dazu die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon immer wieder stellen, denn sie zeigen, welche Inhalte auf der Seite gut sichtbar sein sollten.
Wie aus diesen Fakten Texte werden, die Anfragen bringen, steht im Beitrag über Webseitentexte.
Seiten und Aufbau
- Startseite
- Leistungen
- Kontakt
Bevor gestaltet wird, sollte feststehen, welche Seiten oder Teile es braucht. Für viele Betriebe genügt ein überschaubarer Aufbau aus wenigen Teilen.
- Die StartseiteSie zeigt auf einen Blick, wer Sie sind, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht.
- Seiten für LeistungenWer mehrere Leistungen anbietet, gibt jeder ihren eigenen Raum, statt alle in einen einzigen Absatz zu drängen.
- Über den BetriebHier stehen Team, Geschichte und Arbeitsweise, am besten mit Fotos der Menschen, die Kunden später treffen.
- Der KontaktFormular, Telefonnummer, Mailadresse und Anfahrt stehen beisammen und sind von jeder Seite aus schnell erreichbar.
Ob alles auf einer einzigen langen Seite steht oder auf mehrere Unterseiten verteilt wird, verändert die Gestaltung grundlegend. Als Grundlage genügt eine Skizze auf Papier, welche Seiten es gibt und was in welcher Reihenfolge darauf steht. Was auf die Startseite selbst gehört, steht im Beitrag Was eine gute Startseite ausmacht.
Beispiele sammeln
- Gute Vorbilder
- Klare Abgrenzung
- Mitbewerber
Über Gestaltung lässt sich in Worten schwer reden. Was für den einen „modern“ heißt, wirkt auf den anderen kühl. Beispiele machen Vorlieben sichtbar und ersparen Missverständnisse.
- Gelungene WebseitenSammeln Sie einige Webseiten, die Ihnen gefallen, gern auch aus anderen Branchen. Notieren Sie zu jeder, was genau Sie daran mögen, etwa die Farben, die Bilder, die Ruhe oder die Schrift.
- Was nicht passtEbenso hilfreich sind Beispiele, die Ihnen nicht gefallen. Sie grenzen ein, wohin die Gestaltung nicht gehen soll.
- Ihre MitbewerberSchauen Sie, wie andere Betriebe Ihrer Branche auftreten. Ihre Webseite sollte sich von ihnen abheben, statt ihnen zu ähneln.
Nachahmen sollte die neue Seite keines der Beispiele. Sie zeigen nur die Richtung. Die eigene Gestaltung entsteht aus Ihrem Betrieb, Ihren Bildern und Ihren Kunden.
Entwürfe besprechen
- Eine Person
- Konkret werden
- Beide Ansichten
Bestimmen Sie vor dem ersten Entwurf eine Person, die entscheidet. Reden mehrere mit, sammelt sie die Meinungen und gibt eine gemeinsame Antwort. Das spart Korrekturschleifen und verhindert, dass sich Rückmeldungen widersprechen.
- Am Ziel messenFragen Sie bei jedem Entwurf zuerst, ob er Ihr Ziel und Ihre Kunden trifft, und erst danach, ob er Ihnen persönlich gefällt.
- Konkret werden„Die Überschrift ist zu klein“ hilft mehr als „irgendwie passt es nicht“. Fehlt Ihnen das passende Wort, zeigen Sie auf ein Beispiel, das Ihnen besser gefällt.
- Gesammelt antwortenBündeln Sie Ihre Anmerkungen je Korrekturschleife in einer Nachricht, statt sie einzeln über Tage verteilt zu schicken.
- Beide Ansichten prüfenSehen Sie sich jeden Entwurf auf dem Desktop und auf Mobile an. Was auf dem Desktop nebeneinander steht, rückt auf Mobile oft untereinander.
Wie lange die Umsetzung danach dauert, steht im Beitrag Wie lange dauert eine neue Webseite.



